Nautisches Lexikon
Hier finden sie hilfreiche Erklärungen rund um das Thema Wassersport. Klicken Sie einen der folgenden Buchstaben an, um zur entsprechenden Erläuterung zu gelangen.
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Einträge im Lexikon beginnend mit A.
A-Patente Frühere nautische Befähigungsnachweise. Konnten auf einer Seefahrtsschule zur Führung eines Schiffes erworben werden. Es wurden sechs Patente unterschieden:
A1 = Schiffer auf Küstenfahrt
A2 = Steuermann auf Kleiner Fahrt
A3 = Kapitän auf Kleiner Fahrt II
A4 = Kapitän auf Kleiner Fahrt I
A5 = Seesteuermann auf Großer Fahrt
A6 = Kapitän auf Großer Fahrt
A-Schein Ehemaliger, freiwilliger Führerschein des deutschen Segler-Verbandes, gültig für Binnengewässer.
Wird heute ersetzt durch den amtlichen SBF (Sportführerschein Binnen unter Segel)
Aak, Aake Flachbodiges niederländisches Segelfahrzeug mit Seitenschwertern (Plattboden) für Fracht und Fischerei, als Slup oder Ketsch getakelt.
AAPA American Association of Port Authorities: Dachorganisation der meisten US-Seehafenverwaltungen
Abandonierung Im Seeversicherungswesen bedeutet Abandonierung die Abtretung eines beschädigten oder verschollenen Schiffes oder der auf ihm befindlichen Gueter an den Versicherer gegen Zahlung der Versicherungssumme.
abbrassen Die Segel bergen, auch eine Rahe durch zu starkes Anziehen der Segel brechen. Oder drehen der Rahen, so dass sie etwas mehr in die Längsschiffsrichtung zu liegen kommen.
abbringen Ein auf Grund gelaufenes Schiff durch Abschleppen, Krängen oder Leichtern wieder flott machen.
abdrehen Den Schiffkurs so ändern, dass man sich von einem bestimmten Punkt entfernt
Abdrift Ein durch Seitenwind hervorgerufener Leeweg eines Schiffes.
abfaden Ein Fahrwasser ausloten, wobei der Faden (1,83m) als Maß genommen wird.
abfallen Gegenteil von anluven.
Den Winkel zwischen Windrichtung und Kurs des Schiffes vergrößern.
abfieren Etwas mit dem Tau herunterlassen. Z.B. ein Rettungsboot
ablandig Gegenteil von auflandig.
Vom Land her wehend oder strömend.
ablaufen Zuwasserlassen eines Schiffes
Ablenkung Unterschied zwischen der mißweisenden Nordrichtung des Kompass und der Magnetischen Nordrichtung des Kompass aufgrund der Magnetfelder des Schiffes.
abloten Wassertiefe durch Lotung feststellen
abmustern Den Dienst aufgeben
entlassen
abreiten Vor Anker liegend einen Sturm überstehen
ABS Acrylnitril-Butadien-Styrol.
Thermoplastischer Kunststoff, der u. A. für die fabrikmäßige Herstellung kleinerer Boote verwendet wird
abschlagen Gegenteil von anschlagen.
Abnehmen der Segel.
Absegeln Abschluß der Segelsaison durch eine letzte gemeinsame Veranstaltung der Sportsegler.
abtakeln Gegenteil von auftakeln.
Das Takelwerk (Segel, Taue, Masten) von einem Schiff entfernen.
Abteilung Der Raum zwischen zwei wasserdichten Schotten.
Abweitung Die Umrechnung des Längenunterschiedes in Seemeilen
abwettern Einen Sturm auf See durch geeignete Manöver überstehen.
Abwind absteigender Luftstrom
abwracken Ein Schiff verschrotten.
Achteraus Gegenteil von voraus.
Hinter dem Schiff.
Achterdeck Hinterdeck eines Schiffes.
Achtern Das Heck eines Schiffes. Auch Achterschiff oder Achtersteven genannt.
Achtknoten Stopperknoten
Verhindert das Ausrauschen eines Tampens durch einen Block.
Affenfaust Knoten zum Beschweren einer Leine, um damit weiter werfen zu können.
Ahming Tiefgangsskala am Vor- oder Achterdeck von Schiffen zur Bestimmung des Tiefgangs
AIS Automatic Identification System
Jedes Schiff, das mit einer AIS-Einheit ausgestattet ist, sendet verschiedene schiffspezifische Daten, die von jedem AIS-Empfangsgerät in UKW-Reichweite empfangen und ausgewertet werden können.
Aktionsradius Die halbe Reichweite eines Schiffes ohne neu Brennstoff, Proviant etc. bunkern zu müssen.
Aktivruder Steuerruder mit eingebautem Hilfspropeller zur Verstärkung der Ruderwirkung auf Schiffen.
Aldislampe Handmorselampe nach dem Hersteller A. Aldis benannt.
Altweiberknoten umgangssprachlich für: schlechter Seemannsknoten
Anker Ein Anker benutzt man um ein Schiff auf Grund oder Eis festzumachen.








